Was macht eine Stimme überzeugend? Lautstärke? Klangfarbe? Oder doch etwas ganz Anderes?
Beim Workshop mit der Stimmexpertin Dana G. Stratil wurde schnell klar: Eine starke Stimme beginnt nicht im Hals – sondern bei den Füssen.
Zum Einstieg wurden Körper und Gesicht gelockert, bevor es ans eigentliche Fundament ging: . “Atem ist Leben” – und er gibt der Stimme die Kraft, die sie braucht. Wer sicher steht, gut atmet und den Körper nicht unnötig anspannt, schafft die Basis für eine Stimme, die präsent und authentisch wirkt.
Dann ging es um unsere Resonanzräume: Was passiert eigentlich, wenn wir den Mund wirklich öffnen? Und warum klingt eine Stimme voller, wenn wir ihr Raum geben? Wir probierten aus, wie sich Klang verändert, wenn wir nicht einfach “reden”, sondern bewusst in den Raum sprechen.
Auch die Artikulation kam nicht zu kurz. Denn selbst die beste Stimme nützt wenig, wenn die Worte unterwegs verloren gehen. Mit gezielten Übungen wurde deutlich, wie viel Klarheit und Ausdruck durch eine präzise Aussprache entstehen.
Und dann war da noch das Summen. Was zunächst etwas ungewohnt wirkt, erwies sich als erstaunlich wirkungsvolles Mittel gegen Nervosität. Dazu: bis zehn zählen, tief durchatmen – und schon ist man wieder bei sich.
Dana Stratil vermittelte dabei nicht nur technische Übungen, sondern zeigte, wie eng Körperhaltung, Atmung, Stimme und persönliche Ausstrahlung miteinander verbunden sind. Genau darum geht es beim Personal Branding: nicht eine Rolle zu spielen, sondern die eigene Persönlichkeit bewusst und überzeugend zum Ausdruck zu bringen.
Unser Fazit: Eine gute Stimme muss nicht lauter werden. Sie muss nur mehr Raum bekommen. Und manchmal beginnt das ganz einfach damit, beide Füsse fest auf den Boden zu stellen, einmal tief durchzuatmen – und den Mund aufzumachen.
Beim anschliessenden Stehlunch wurde das Gehörte direkt weitergedacht: Erfahrungen wurden ausgetauscht, neue Impulse diskutiert und dieses erste Treffen nach den Sommerferien für rege Gespräche und Networking genutzt. Ein gelungener Auftakt in die zweite Jahreshälfte!